Grotenburg-Stadion-Krefeld

Das Stadion:

Grotenburg-Kampfbahn-Krefeld

Es gibt Stadien, bei deren Namensnennung einem sofort ein Spiel einfällt. So verhält es sich mit der Grotenburg-Kampfbahn in Krefeld, wo Uerdingen 05 am 19. März 1986 Überragendes vollbrachte, als es im Europapokal der Pokalsieger Dynamo Dresden mit 7:3 überrante. 2:0 hatten die Sachsen das Hinspiel gewonnen, 3:1 führten sie bei Halbzeit im Rückspiel, ehe die Torlawine über sie herniederging.
Lange nach jenem unvergesslichen Fussballabend und 14 Spielzeiten Bundesliga ist es ruhiger geworden um die Grotenburg-Kampfbahn in nächster Nachbarschaft des Zoos, die ihren Namen von dem Gut und Bauernhaus im Tierpark erhielt. Der KFC Uerdingen 05 hat sich nach dem Rückzug der Bayer AG immerhin in der 3.Liga behauptet.

Als Duisburg noch in Krefeld spielte...

Die Grotenburg-Kampfbahn hat zwar eine lange Geschichte, die aber zunächst mit Fußball nichts zu tun hatte. Zum 17. Oktober 1927 hatte man sie im Beisein von 12.000 vor allem im Hinblick auf die Leichtathletik eröffnet, später traten dort noch die Feldhandballer des TV Oppum an. Bezahlten Fußball gab es in der "Eishockeystadt" (KEV/Preussen) erstmals 1963/64,

als der TSV Duisburg 48/49 in der Regionalliga West nach Krefeld auswich. 48/49 hatte den Umzug vor dem Sportgericht erstritten, da im Duisburger Wedaustadion schon drei andere Vereine spielten. Kamen zum ersten "Schnupperkurs" für Regionalliga-Fußball lediglich 1.300 Besucher, so bestätigte sich das Grotenburg-Gastspiel bald als blendende Idee: 4.752 zählte der Absteiger im Schnitt, eine Zahl, die man in Duisburg nie und nimmer erreicht hätte! Spitze waren 12.000 gegen Aachen (2:3) und Düsseldorf (0:1).

Die Szene veränderte sich mit dem sportlichen Aufstieg des FC Uerdingen 1905 aus dem 1953 der FC Bayer 05 Uerdingen wurde. Je erfolgreicher Bayer 05 war, desto mehr wandelte sich das Erscheinungsbild der vorher verwaisten Grotenbug-Kampfbahn. "Manni" Burgsmüller, Torschützenkönig 1973 und 1974 wurde einer der Liebling des Anhangs. In jenen Regionalliga-Jahren 1971 bis 1975 reichte ein Fassungsvermögen von 18.000 noch aus, doch zum Aufstiegsrückspiel am 22. Juni 1975 gegen den FK Pirmasens (6:0) war eine neue 4.000 Sitzplätze-Südtribüne fertig, so dass 22.000 einen neuen Rekordbesuch bedeuteten. Seit 1976 ragen vier Flutlichtmasten auf. 1980 war die neue Stehtribüne für 10.000 auf der Westseite fertig und am 02. Mai eine neue Bestmarke fällig: 24.000, also fast ausverkauft, im Freitagabend-Abstiegskampf gegen den MSV Duisburg.1986 riss man die alte Tribüne an der Zooseite ab und ersetzte sie durch eine Sitzplatztribüne, die Nordtribüne, 1990 folgte an der Ostseite die Anzeigetafel hinter 66 Stehrängen; den Bau der Osttribüne hatte man 1986 begonnen.
Die Schmucke Anlage indes scheint mit 34.500 Plätzen zu groß geraten für Krefeld und die 3. Liga. Den besten Zuschauerschnitt zu Bundesliga-Zeiten gab es 1994/95 mit 17.400. An solche Zahlen ist vor erst nicht mehr zu denken.

Daten:

Erbaut: 1927 Fassungsvermögen: 34.500 davon 9.943 überdachte Sitzplätze und 4.485 überdachte Stehplätze sowie 20.072 unüberdachte Stehplätze.

Anschrift: Tiergartenstrasse 165, 47800 Krefeld Telefon: 02151/490545